Gesprächstherapie

 

In der Gesprächstherapie wird der Mensch eingeladen nach „innen“ zu schauen, um so seine Gefühle, Bedeutungen, verinnerlichte Normen und Wertesysteme besser zu verstehen.

Diese Systeme sind für unsere Handlungen im alltäglichen Leben verantwortlich und können unter Umständen  zu Problemen bzw. Störungen führen.

 

Der Therapeut schafft eine geschützte, angstfreie Atmosphäre in der er jedem Patienten die Unterstützung gibt, die er speziell braucht, um innere Klärungsprozesse zu fördern. Der Patient erhält die Möglichkeit seine Problembereiche mit einem gewissen Abstand zu betrachten, andere Perspektiven und die eigene emotionale Beteiligung wahrzunehmen und erst einmal anzunehmen.

 

Durch dieses Verständnis über sich selbst und die vom Therapeuten geschaffenen Bedingungen kommt der Patient zu seiner ganz eigenen und individuellen Lösung des Problems.

 

Die wichtigste Grundannahme der Gesprächstherapie ist, dass jeder Mensch eine Tendenz hat sich in Richtung Wachstum und Gesundheit zu entwickeln.

Daher wird der Patient als Experte für sein eigenes Erleben angesehen, der Therapeut als Experte für das Schaffen von Bedingungen, die für eine Veränderung förderlich sind. Es ist nicht Aufgabe des Therapeuten gute Ratschläge zu geben oder eine Lösung für den Patienten bereit zu halten. Die Lösung, die für den Patienten stimmig und gut ist, trägt er bereits in sich.

 

Ziel der Therapie ist es diese ganz eigene, individuelle Lösung gemeinsam zu erarbeiten und den Patienten dabei zu unterstützen, sich über Bedürfnisse, Gefühle, Wünsche, Wertvorstellungen und persönliche Ziele Klarheit zu verschaffen.


 

 

Was ich bin, ist gut genug, wenn ich es nur freiheraus wäre.

 

(Carl R. Rogers, amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut, dessen Arbeiten im Wesentlichen die Gesprächstherapie beeinflussten.)

Schwing dich auf!

 

Es ist die Sehnsucht, die unserem Handeln Flügel schenkt.

Es ist der Mut, der sie Wirklichkeit werden lässt.

(Frank Hartmann)